Bundesminister überreicht persönlich Förderbescheid für den Breitbandausbau in Weilheim

Hoher Besuch im großen Sitzungssaal des Weilheimer Rathauses. Am 20. Juli überreichte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander Dobrindt im Beisein von Landrätin Andrea Jochner-Weiß, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Energie GmbH Peter Müller, mehreren Aufsichts- und Stadträten sowie Mitarbeitern der Verwaltung Weilheims 1. Bürgermeister Markus Loth den Förderbescheid gemäß dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau.

Er gab damit grünes Licht für ein wichtiges Infrastrukturprojekt: den Ausbau des schnellen Internets in Weilheims unterversorgten Gebieten. Jetzt können „weiße Flecken“ erschlossen werden. So heißen Gebiete, in denen Haushalte oder Unternehmen eine langsame Datenübertragung von unter 30 bzw. 50 MBit/sec. haben.

 

Herr Minister Dobrindt betonte die wichtige Weichenstellung, die der Ausbau von fast 180 km Glasfaserleitungen für Weilheims Gewerbe und Haushalte bringe: „Mit insgesamt 4 Mrd. Euro, bald noch mehr, fördert der Bund den Breitband Ausbau in Deutschland. „Wenn Weilheim jetzt das schnelle Internet ausbaut, ist es auf der sicheren Seite. Es ermöglicht auch innovative Zukunftsanwendungen, die morgen schon Realität sein können“, betonte der Bundesminister. Gefördert werden rund 60 Prozent der Kosten. Davon übernimmt 50 Prozent der Bund, 10 Prozent kommt aus einer Ko-Finanzierung des Landes. In Weilheim geht es um 4,7 Mio. Euro Investitionskosten, davon sind jetzt schon rund 2,9 Mio. Euro Fördermittel „gesichert“. Der Eigenanteil beträgt 1,8 Mio. Euro.

„Ich weiß, dass die Stadtwerke Weilheim akribisch planen. Sie werden mit der Fördersumme das Breitband bei uns stark ausbauen“, bekräftigte Bürgermeister Markus Loth und hob die engagierte Leistung der Stadtwerke Weilheim/SWE hervor: „Ihr seid eine tolle Mannschaft“.

In Weilheim wurde die Breitbandförderung mit Bundesmitteln nach dem sogenannten Betreiber-Modell genehmigt. Dafür hat die Stadt der SWE die Aufgabe übertragen, schnelles Internet in Weilheims unterversorgten Gebieten mit mindestens 200 MBit/sec auszubauen. Die SWE wird die dafür nötige Hardware errichten, wie Leerrohre und Glasfaserleitungen. Danach pachtet ein Betreiber das Netz von der SWE für mindestens sieben Jahre. Buchbare Dienste bzw. Produkte - gestaffelt nach Übertragungsraten - wird dieser Betreiber - sprich Provider - den Interessenten in den weißen Flecken anbieten. Geplant sind Internetzugänge und Telefonie-Produkte mit bis 200 Mbit/sec oder mehr. Perspektivisch sollen auch TV-Produkte angeboten werden.

Der externe Provider soll bis Ende August feststehen. Erst wenn die SWE den Vertrag mit ihm geschlossen hat, ist gemäß Vorgaben des Fördergebers der Netzbetrieb gesichert „ Dann können wir mit dem Bauen loslegen“, berichtet Peter Müller: „Demnächst starten wir die Tiefbau-Ausschreibungen. Wir wollen das schnelle Internet bei uns ja schließlich forcieren“, bekräftigt er. Realisiert werden soll es über „Fiber to the Building“ (FTTB), also ein Glasfaseranschluss bis zum Gebäude.

Apropos schnelles Internet für jeden, in Weilheim gilt es tatsächlich: „Gemäß Förderrichtlinien gilt der „Open Access“-Gedanke; d.h. jeder Provider kann seine Dienste über unser Glasfasernetz anbieten“, ergänzt SWE-Prokurist André Behre. Näheres regelt das künftige Pachtmodell mit dem externen Provider. Schnelles Internet via Glasfaser bietet viele Möglichkeiten. SWE sieht spannende Entwicklungen wie Smart Home, Internet der Dinge, und auch eine Breitband-Kooperation mit angrenzenden Kommunen.

Getrennt von den geförderten Maßnahmen werden sich die Stadtwerke Weilheim auch eigenwirtschaftlich beim Breitbandausbau mit Glasfaser engagieren. „Denn wir wollen dieses High-Tech-Netz sukzessive wachsen lassen“, betont André Behre.

 

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