Co-Working & Pendlerstation: Die Standortförderung regt innovative Arbeitsformen für Weilheim an.

Über 25 Personen nahmen am dem von der GEFAK moderierten Workshop "Coworking & Pendlerstationen - Neue Arbeitsplätze in Weilheim?" teil, zu dem das Amt für Standortförderung, Kultur & Tourismus geladen hatte. Die Teilnehmer kamen aus der Kreativbranche, waren Immobilieneigentümer, Berufspendler, einzelne Stadträte und Vertreter sonstiger Institutionen, die als Multiplikatoren ihre Unterstützung ankündigten.

Mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Knowhow verging der dreistündige Workshop wie im Flug. Es wurde angeregt diskutiert, es wurden Ideen gesammelt, Strategien ausgelotet, Problemfelder angesprochen, nach Partnerschaften Ausschau gehalten und die weitere Vorgehensweise festgelegt.

Teilnehmer aus den Kreativ-Berufen und der Digital-Branche zeigten großes Interesse an Co-Working-Möglichkeiten vor Ort in Weilheim. Sie wünschen sich ein modernes und attraktives Angebot, das sich auch zum Netzwerken eignet.

Auch für die Notwendigkeit von Pendlerstationen gab es Wortmeldungen, der Bedarf sei sicher da und die Firmen sind immer mehr dazu bereit den Arbeitnehmern neue Lösungen anzubieten. Pendlerstationen schaffen zudem eine höhere Lebensqualität sowie einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Best Practise-Beispiele aus Garmisch-Partenkirchen und Kirchheim unter Teck zeigten die verschiedenen Möglichkeiten einer Umsetzung auf. Weilheim i.OB würde sich aufgrund seiner zentralen Lage, der München-Nähe, dem Vorhandensein von Akteuren in der Kreativbranche und dem hohen Pendleranteil ideal für Coworking Spaces & Pendlerstationen anbieten, so die Meinung der GEFAK.

Dass auch die Unternehmen im Personalbereich anders in die Zukunft denken, zeigte Herr Rother von der GEFAK am Beispiel von Microsoft in Schwabing. So stellt die Firma seinen 1900 Arbeitnehmern 1100 flexible Arbeitsplätze zur Verfügung - "denn die Mitarbeiter dürfen sich aussuchen, von wo aus sie arbeiten: von zu Hause, im Büro, im Pendlerhaus oder von unterwegs."

Der Handlungsdruck für ein Angebot an neuen flexiblen Arbeitsplätzen in der Nähe des Wohnortes ist sicherlich da, denn Pendler zeigen ein deutlich erhöhtes Erschöpfungspotenzial und zudem herrscht ein branchenübergreifender Fachkräftemangel. Das Modell Pendlerstation richtet sich nicht nur an Großkonzerne sondern vor allem auch an mittelständische Unternehmen in München.

Um eine Umsetzung zu ermöglichen schlägt die GEFAK als Strategie vor, eine Coworking Area zu schaffen, die als Keimzelle für eine später andockende Pendlerstation funktioniert. Coworking Areas können sogar als Anziehungspunkt für Unternehmen wirken, die Interesse an kreativem Infoaustausch haben und als Kristallisationspunkt für ländliche Entwicklung.

Die anwesenden Stadträte begrüßten das weitere Konkretisieren der Konzeptidee und stuften es als bedeutsamen Baustein für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Weilheim ein. Alle waren sich einig, der kurzweilige Abend war ein gelungener Auftakt, um das Thema weiter zu verfolgen, denn es ist eine Chance für die ganze Region.

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