Paterzeller Eiben für den Stadtwald Weilheim

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Das Frühjahr ist auch im Wald traditionell Pflanzzeit. Wo die Naturverjüngung ausbleibt oder der Waldumbau auf Grund des Standortes dringend notwendig ist, ist auch im Stadtwald Weilheim dieses Jahr wieder einiges gepflanzt worden, um dort die Artenvielfalt zu fördern und den Waldumbau voranzutreiben. Vor allem wurden wieder Ökokontoflächen zur Förderung der Biodiversität bepflanzt.

Über 3000 kleine Bäume wie etwa Eichen, Tannen, Erle, Buchen und Linden wurden gesetzt und auch gestufte Waldränder begründet. Dabei wird zuerst mit ein bis zwei Reihen Sträuchern wie der Kornelkirsche, dem Pfaffenhütchen, der Hundsrose und dem roten Hartriegel begonnen. Danach kommen Bäume, die nicht so hoch werden – beispielsweise der Feldahorn, die Vogelbeere oder Besonderheiten wie der Holzapfel. Um die Vielfalt zu begünstigen wird in den nächsten Reihen eine bunte Mischung aus Waldbäumen verwendet. Vogelkirsche, Linde, Hainbuche und Eiche passen klimatisch besonders in unsere Gegend. Auch die im Fünf-Seenland heimische Elsbeere wird dieses Jahr wieder auf mehreren Stadtwaldflächen eingebracht.

Ganz besonders stolz sind wir aber darauf, dass 20 Eiben aus dem Paterzeller Eibenwald im Bereich Gögerl gepflanzt werden konnten. Zwar nicht direkt aus dem Naturschutzgebiet, aber aus einer direkt daran angrenzenden Fläche. Der Paterzeller Eibenwald ist mit über 2000 älteren Eiben einzigartig unter Deutschlands Wäldern und auf Betreiben des damaligen Weilheimer Arztes Dr. Fritz Kollmann bereits seit 1939 ein Naturschutzgebiet.

Wir danken dem Betrieb der Bayerischen Staatsforsten Landsberg am Lech, der das Pflanzmaterial gratis zur Verfügung gestellt hat und dem zuständigen Revierleiter Markus Resch für die Zusammenarbeit.

Als Paterzeller und Förster des Stadtwaldes Weilheim hat es sich Forstamtmann Christian Schuller nicht nehmen lassen, die Pflanzen selbst zu ziehen und sie in den Stadtwald zu pflanzen. Tatkräftig unterstützt wurde er auch von seiner Tochter Paula.