Ehrungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stadtverwaltung

Am  6. November ehrte in einer Feierstunde der Erste Bürgermeister Markus Loth im großen Sitzungssaal des Rathauses langjährige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Weilheim. Der Leiter der Finanzverwaltung Christoph Scharf sowie die Musikschullehrerin Petra Emig-Schoon wurden für ihr 40-jähriges Jubiläum geehrt, der Musikschullehrer Alexander Gotowtschikow für seine 25-jährige Tätigkeit bei der Musikschule Weilheim.

Zudem wurden vier Lehrkräfte der Musikschule - Eva Haumann, Josef Jochner, Matthias Kahlau und Barbara Koller - nach langjähriger Tätigkeit in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Unser Stadtkämmerer Christoph Scharf startete seine Laufbahn mit 17 Jahren als Verwaltungsassistentenanwärter im mittleren Dienst bei der Stadt Erlangen. Nach Absolvierung des Grundwehrdienstes war er als Sachbearbeiter für das Straßenverkehrswesen, später als stellvertretender Sachgebietsleiter für das KfZ-Zulassungswesen tätig. Im September 1990 begann er zusätzlich den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Dienst an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Hof. Die Diplomurkunde erhielt Christoph Scharf am 18. November 1993.

Aus privaten Gründen verlegte Christoph Scharf im April 1995 seinen Lebensmittelpunkt von Franken nach Oberbayern und begann im April bei der Stadt Starnberg als Leiter des Amtes für Steuern, Gebühren und Beiträge.
Fünf Jahre später, im September 2000, wurde Herrn Scharf das Amt des Kämmerers der Stadt Starnberg übertragen.

Als die Stelle des Stadtkämmerers in Weilheim frei wurde, wechselte er zum 1. November 2008 als Nachfolger unseres ehemaligen Kämmerers, Herrn Lieb, zur Stadt Weilheim.

„Früher hatten wir einen lieben Kämmerer, jetzt haben wir einen scharfen“ – so Dr. Norbert Vidal bei der Amtseinführung Herrn Scharfs im Dezember 2008.

Neue Besen kehren bekanntlich gut. So kehrte Herr Scharf in seiner Kämmerei erst einmal gründlich aus und führte so einige Änderung in der Organisation der Finanzverwaltung durch, die auch Auswirkungen auf die anderen Abteilungen der Stadt hatten. Heute ist die Kämmerei unter Christoph Scharf ein gut geführtes und leistungsfähiges Amt. Mit seiner Einsatzbereitschaft, der Fähigkeit zu scharfen Kalkulationen und Analysen und seinem immer wieder aufblitzenden trockenen Humor ist Herr Scharf stets auf die sich stellenden Herausforderungen zugegangen.

Im Februar 2018 begann Herr Scharf als Krönung seiner bisherigen Laufbahn mit der modularen Qualifizierung für Ämter ab der Besoldungsgruppe A 14, sprich Qualifizierung für den höheren Dienst. Diese schloss er im Mai 2019 mit einer Prüfung ab. Zum 1. Juli diesen Jahres konnte Bürgermeister Markus Loth Herrn Scharf zum Oberverwaltungsrat (A 14) ernennen.

Seine Freizeit verbringt er gerne mit seiner Familie und auch der Sport ist ihm sehr wichtig. Er fährt gerne mit dem Mountainbike und kommt – wenn es das Wetter zulässt – auch von Murnau mit dem Rad zur Arbeit.


Petra Emig-Schoon schloss im Juni 1977 ihr Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover ab und arbeitete bereits seit August 1976 auf Honorarbasis als Musiklehrerin für die Unterrichtsfächer „Blockflöte“ und „Musikalische Grundausbildung“ an der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover. Ab 1. Januar 1978 wurde sie dort als Lehrkraft fest angestellt.

Am 1. Oktober 1979 begann sie als Musiklehrerin an unserer Musikschule. Sieben Jahre später übernahm sie die Leitung unserer Außenstelle in Tutzing, die sie bis zum Ende des Schuljahres 2009/2010 innehatte. Als Lehrkraft zählt Frau Emig-Schoon zu den erfahrensten und profiliertesten Lehrkräften der Musikschule.

Aktuell unterrichtet sie Klavier und Blockflöte – früher auch noch musikalische Grundfächer und Chor – neben Weilheim und Tutzing auch in Bernried und Peißenberg, parallel dazu auch noch an der Musikschule Geretsried.

Zudem wirkte sie regelmäßig als aktive Musikerin bei „Konzert im Saal“ und bei Lehrerkonzerten mit und war Initiatorin und Mitglied im Ensemble „Musica Dolce“, einem Kammermusik-Ensemble der Musikschule Weilheim. Darüber hinaus ist sie in Musik-Arbeitsgemeinschaften an den Grundschulen in Weilheim tätig.

Gelassenheit, Akkuratesse, hohe Professionalität und absolute Loyalität sowohl dem Kollegium als auch der Musikschulleitung gegenüber hat Frau Emig-Schoon zu einem Grundpfeiler der Musikschule Weilheim werden lassen. Mit ihrer stets offenen und neugierigen Wesensart geht sie auf die sich über all die Jahre immer wieder ändernden Gegebenheiten zu.


Alexander Gotowtschikow studierte Schlagwerk am Richard-Strauß-Konservatorium in München. Nach dem Abschluss war er als freiberuflicher Musiker tätig. In den Folgejahren führten ihn einige Studienaufenthalte an das Drummers Collective in New York City.

Am 1. September 1994 wurde er als Lehrkraft in Teilzeit für das Fach Schlagwerk für unsere Städtische Musikschule eingestellt. Damals war er bereits sieben Jahre als Schlagzeuglehrer an der Musikschule Wolfratshausen tätig. Diese Tätigkeit endete schon vor Jahren, derzeit ist er noch für die Musikschule Neubiberg tätig.

Neben diversen Orchesterengagements u.a. beim Bayerischen Rundfunk oder den Münchner Kammerspielen konzertierte er auf verschiedenen renommierten Festivals wie den Wiener Festwochen, den Bregenzer Festspielen und viele mehr.

Herr Gotowtschikow unterrichtet an der Musikschule Weilheim und an der Außenstelle Tutzing von Einsteigern bis hin zu Förderklassen- und Musik-Additums-Schülern. Seine Schülerinnen und Schüler nehmen regelmäßig an Wettbewerben, wie „Jugend musiziert“ teil, und die meisten davon erreichen mit besten Bewertungen die nächsten Stufen zu Landes- und Bundeswettbewerben.

Zudem gab er an der Grund- und Mittelschule Tutzing im Rahmen der gebundenen Ganztagesklasse Percussion-Gruppen Unterricht.

Dank ihm interessieren sich an unserer Musikschule überdurchschnittlich viele Schlagzeuger für Instrumente wie Vibraphon oder Marimbaphon und feiern auch schon Erfolge damit. Seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft sind unerreicht.


Eva Haumann studierte am Leopold-Mozart-Konservatorium der Stadt Augsburg und begann zum Schuljahresbeginn 1987/1988 an der Weilheimer Musikschule als nebenberufliche Lehrkraft für Klavier für die Außenstelle Peißenberg.

Vier Jahre später wurde sie hauptamtliche Musiklehrerin und erteilte auch in Weilheim Unterricht zusätzlich noch Akkordeon und Ensemblefächer. Vom 1. April 1992 bis ins Jahr 2004 übernahm Frau Haumann die Leitung der Außenstelle in Peißenberg.

Über ihre Tätigkeiten als Klavierlehrerin hinaus unterrichtete sie auch an den Realschulen in Weilheim und Peißenberg. Zudem leitete sie zwischenzeitlich einen Schülerchor der Ganztagesklassen der Wilhelm-Conrad-Röntgen-Mittelschule.

Bei Engpässen konnte man sich stets auf Frau Haumann verlassen, sie sprang oft für andere ein und ließ niemanden hängen. Ihr Engagement bewies sie auch, als sie in Weilheim die Kinderchöre übernommen und mit ihnen große Projekte auf die Beine gestellt hatte, wie etwa das große Chortreffen in der Stadthalle.

Zum 1. Juni 2019 trat Frau Haumann in den Ruhestand ein, war aber bis zum Schuljahresende noch als Klavierlehrerin geringfügig beschäftigt.

Langeweile wird es bei ihr auch zukünftig nicht geben. Denn neben ihrer Klavierlehrertätigkeit gründete und dirigiert sie den Chor „Suono Cantabile“, mit dem sie auch Konzertreisen ins Ausland unternahm, darüber hinaus leitet sie das Akkordeon-Ensemble Peißenberg, das auch von ihr gegründet wurde, sowie eine Gitarrengruppe.

In ihrem zweiten „Leidenschaftsbereich“ Sport leitet sie seit über 40 Jahren den Bereich „Geräteturnen“ des Peißenberger Sportvereins. Und so lange sie die kleinen Sportskanonen dort noch nicht mit „Oma“ begrüßen, möchte sie diese Nachwuchsarbeit auch gerne beibehalten.


Sepp Jochner begann bereits am 1. September 1978 während seines Musikstudiums am Richard-Strauß-Konservatorium als nebenberuflicher Musiklehrer für Blechblasinstrumente und Hackbrett bei der Weilheimer Musikschule.

Nach erfolgreichem Abschluss als staatlicher Musiklehrer für Volksmusik mit Hauptfach Posaune und Nebenfach Hackbrett und Kontrabass unterrichtete er seitdem zusätzlich Posaune und Ensemblefächer von Einsteigerangeboten, zum Beispiel die neu etablierten Alphornbläser, bis hin zu Förderklassen-Schüler im Spitzenbereich. Er bereitete sie auf Wettbewerbe wie „Jugend musiziert“ oder damit sie in überregionalen Orchestern mitmachen können, unter anderem beim Landes-Jugendjazzorchester Bayern.

Zudem hatte er seit deren Beginn im Jahr 2008 die Leitung der Bläserklassen an der Mittelschule in Weilheim inne. Er betreute wechselnde Ensembles, sowohl für Blechbläser als auch im Volksmusikbereich, die immer dann zum Einsatz gekommen sind „wenn a g’scheide Musi“ gebraucht wurde.

Wie sein Studium und sein Unterricht, so facettenreich ist auch seine musikalische Laufbahn. Als Studiomusiker spielte er Filmmusiken für alle Dick-und-Doof-Filme, Western wie „Weites Land“ oder alle Hans Moser-Filme ein.

Es gibt fast keine Blasmusik-Formation im Werdenfelser Land, wo Sepp Jochner noch nicht ausgeholfen oder die er nicht dirigiert hätte, und auch heute noch dirigiert er die Schlehdorfer Blaskapelle, seine – wie er sagt – „Gamsbart-Philharmoniker“.

Als Mitglied im Musikschulrat hat Herr Jochner mit seiner ausgleichenden und konstruktiven Art stets zur Weiterentwicklung der gesamten Musikschule beigetragen.

Unser Musikant und „Urgestein“ reißt mit seinem Eintritt in den Ruhestand ein riesiges Loch in die Reihen der Musikschule, das nur schwer zu schließen ist. Bei seinem Engagement wird es ihm auch im neuen Lebensabschnitt bestimmt nicht langweilig!


Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung zum Staatlich anerkannten Musiklehrer für Gitarre beim Bayerischen Musiklehrerverband e.V., München begann Matthias Kahlau am 1. September 1984 bei der Städtischen Musikschule in Weilheim als nebenberuflicher Musiklehrer für die Fächer Gitarre und Elektro-Gitarre an der Außenstelle Tutzing.

Zum Jahresbeginn 1988 wurde das Arbeitsverhältnis in ein hauptamtliches umgewandelt. Herr Kahlau war bis zum Eintritt in seinen wohlverdienten Ruhestand am 1. September 2019 ganze 35 Jahre als Gitarrenlehrer an unserer Musikschule tätig.

Er unterrichtete in dieser langen Zeit fast alle Stile, die sich für die klassische als auch die E-Gitarre verwirklichen lassen, sei es in den Bereichen der Klassik, des Jazz oder auch Rock.

Als Tutzinger Urgestein war er nicht nur lokal, sondern weit darüber hinaus als Gitarrist in Soul-, Jazz- und Rockbands sowie als Studiomusiker tätig.

Auf die Frage für was er sich neben Musik denn sonst noch interessiert, gab er lakonisch zur Antwort: „Ja mei, eigentlich Kunst allgemein.“ Aber gleich nach der Musik kommt bei Herrn Kahlau der Sport. Zudem würde ihm sicher nicht langweilig, weil ihn noch etliche Kinder auf Trab hielten, wie er unlängst erwähnt hat


Barbara Koller hat ihr Studium am Richard-Strauss-Konservatorium der Stadt München als Musiklehrerin für Klavier und Querflöte im Juli 1975 erfolgreich abgeschlossen. Am 1. Oktober 1978 wurde sie von der Stadt Weilheim als nebenberufliche Lehrkraft für Querflöte, Blockflöte und Klavier eingestellt, davor war sie bereits als Lehrkraft am Landschulheim Neubeuern sowie an der Musikschule Rosenheim tätig.

Ab dem 1. Dezember 1982 wurde Frau Koller in ein Angestelltenverhältnis übernommen, sie betreute damals die neu gegründete Außenstelle Bernried. Nach der Geburt ihrer Tochter und dem Erziehungsurlaub übernahm sie von 1993 bis 1999 die Leitung der Bernrieder Außenstelle.

Ganze 41 Jahre war Frau Koller für unsere Musikschule tätig, als sie Ende August dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand ging. Auch in Musik-Arbeitsgemeinschaften an den Grundschulen und den Bläserklassen an der Mittelschule in Weilheim war sie involviert.

Frau Koller kümmerte weit über ihre „dienstlichen Aufgaben“ hinaus um Schülerinnen und Schüler, denen schwierige familiäre Verhältnisse, oder andere schwere Hürden – wie etwa Integration – zu schaffen machten. Sie sprang bei Bedarf stets für andere ein und war bei fast jedem Organisationsteam für Verabschiedungen, Musikschulfeste und ‚Konzerte anderer Art‘ dabei.

Neben ihrer Musiklehrerinnen-Laufbahn war sie eine facettenreiche Musikerin – und auch hier „für alles zu haben“: Das allererste Filmfest in München hat sie zusammen mit ihren Triopartnern am Klavier musikalisch eröffnet. Die Bambi-Preisverleihung u.a. an Sean Connery hat sie auf dem legendären Plexiglas-Flügel von Udo Jürgens musikalisch begleitet.

Frau Koller verlässt die Musikschule mit einem weinenden und einem lächelnden Auge. Aber nun hat sie endlich Zeit, sich ihrem Faible für Marokko und dem Orient zu widmen.

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