Heimatschatz, Skulptur eines Heiligen auf einem Esel

Das Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat und das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst haben im Rahmen eines Wettbewerbs die 100 spannendsten bayerischen „Heimatschätze“ gesucht.

Auch das Stadtmuseum Weilheim ist mit seiner Palmeselskulptur unter den Preisträgern.

Immer noch auf Achse: Der Weilheimer Palmesel.

Über Jahrhunderte hinweg wurden am Sonntag vor Ostern bei der alljährlichen Palmsonntagsprozession Statuen, die Christus auf dem Esel sitzend darstellten, über die Straßen der bayerischen Städte und Dörfer gezogen.

Eine solche fast lebensgroß gearbeitete Statue eines Palmeselchristus  vom Ende des 15. Jahrhunderts hat sich im Stadtmuseum Weilheim erhalten. 

Und dabei handelt es sich mit aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich um jene Statue, die über 300 Jahre bei der Weilheimer Palmsonntagsprozession mit geführt wurde, um an den Einzug Christi in Jerusalem zu erinnern.

Im Jahre 1896 schenkte der letzte Besitzer schließlich das wertvolle Stück dem Stadtmuseum, zu dessen Hauptattraktionen das Bildwerk seitdem gehört. Seit nunmehr 25 Jahren wird der Palmesel  aber auch wieder - auf einem speziell gefederten Wagen und soweit es die klimatischen Verhältnisse zulassen -  bei der alljährlichen Palmsonntagsprozession durch die Straßen der Stadt gezogen.

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