Schätze aus dem Depot (6): Die Sammlung Böhaimb

Vom Mittwoch, 9. Mai 2012
Bis Mittwoch, 16. Mai 2012

In diesem Jahr feiert das Stadtmuseum sein 130jähriges Bestehen. Als es im Jahre 1882 eingerichtet wurde, vermachten viele Weilheimer Bürger und Bürgerinnen dem Museum Kunstwerke und geschichtliche Objekte aus ihrem Privatbesitz. So traten zum Beispiel der Museumsgründer Benedikt Höck, der damalige Stadtpfarrer Carl August Böhaimb, der Bürgermeister Oskar Weinhart und der Buchhändler und ehemalige Bürgermeister Johann Evangelist Baur als Mäzene des Museums hervor. Obwohl sich die Spur einiger Objekte im Laufe der 130 Jahre verloren hat, können doch einige dieser kleinen Sammlungen, die den Grundstock des Museums bildeten, rekonstruiert werden. Mehrere dieser Sammlungen sollen im Laufe dieses Jahres in der Reihe „Schätze aus dem Depot“ vorgestellt werden.

Die Sammlung Böhaimb

Carl August Böhaimb wurde im Jahre 1816 in Augsburg geboren. Nach dem Studium der Theologie und der Philosophie und mehreren Stationen als Kaplan und Pfarrer wurde er im Jahre 1857 Stadtpfarrer von Weilheim. Neben seinen Aufgaben als Seelsorger galt sein Interesse vor allem der Geschichte Weilheims. Im Jahre 1863 gibt er mit seiner „Geschichte Weilheims“ die erste Überblicksdarstellung über die Geschichte der Stadt heraus. Sein geschichtliches Interesse war aber wohl stärker ausgeprägt als seine Sensibilität gegenüber der Kunst. Der Museumsgründer Benedikt Höck warf ihm vor, dass er bei der Renovierung der Stadtpfarrkirche nicht gerade zimperlich mit jenen Kunstwerken umgesprungen sei, die nicht seinem Geschmack entsprachen. Dem Stadtmuseum, an dessen Gründung Böhaimb beteiligt war und dessen zweiter Vorstand er wurde, schenkte er eine Reihe von Objekten: Zwei kleine Gemälde, vermutlich von der Hand Lucas Trogers (1771-1809) mit zwei der ältesten Ansichten der Weilheimer Innenstadt, eine kleine Metallstatue des Erzengels Michael aus dem 19. Jahrhundert, ein Perlmuttrelief mit einer Kreuzigung aus dem 17. Jahrhundert und vier Zinnlöffel, die aus dem Weilheimer Franziskanerkloster stammen sollen.

Ort:
Stadtmuseum Weilheim i.OB
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82362 Weilheim i.OB

Kontakt

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