"Bei mir dauerte es 42 Jahre, ehe ich zum ersten Mal ein Archiv besuchte". Die meisten Menschen tun das nie. Einige alte Forscher streichen in den Archiven umher und sind dort heimisch wie Hauskatzen. Gelegentlich sieht schon mal der eine oder andere Student auf der Jagd nach Papieren für seine Examensarbeit herein. Bestimmte Archive werden von Leuten, die nach ihren Vorfahren forschen, fleißig besucht. Aber auf der Treppe zu einem Archiv muß man selten Schlange stehen. Die Mitarbeiter in den Archiven finden es natürlich nicht gut, wenn keine Leute zu ihnen kommen. Sie sammeln schließlich alle Papiere, ordnen und pflegen sie und legen lange Listen darüber an, damit sie vorzeigen können, was es bei ihnen alles gibt.

Aber wo sind die Menschen, für die diese Arbeit gemacht wird? Manche Papiere werden schon seit mehreren hundert Jahren in der Hoffnung aufbewahrt, daß an irgendeinem Tag jemand kommen wird und danach fragt. Manchmal ergreift die Archivare Mutlosigkeit, und sie fragen sich, ob es nicht falsch ist, diese alten Papiere aufzubewahren, welche niemand zu brauchen scheint. Aber was sie tun, ist nicht falsch. Denn es ist gut, daß diese Papiere auch an dem Tag noch vorhanden sind, an dem das Volk seine Archive entdeckt und lernt, was es damit anfangen kann. Daß bisher nur so wenige Menschen den Weg in die Archive finden, hat jedenfalls einen guten Nebeneffekt. Du, der zu den ersten gehörst, die kommen, kannst darauf rechnen, daß Du sehr gut bedient wirst. Die Archivangestellten sind freundlich und hilfsbereit. Sie sehen aus, als ob sie Dich gleich zum Kaffee einladen, wenn sie sich nur trauen würden. Denn jeder einzelne, der zu ihnen kommt, macht ja ihre Lebensaufgabe bedeutungsvoller. Du kannst natürlich auch Pech haben und auf jemanden mit einer anderen Einstellung treffen, aber ich wurde noch nirgendwo so freundlich behandelt wie gerade im Archiv.

Man pflegt Anfängern zu raten, mit den Archivstudien so lange zu warten, bis sie alles gedruckte Material über ihren Gegenstand durchgearbeitet haben. Ich sage dagegen: "Warte nicht zu lange! Das Archiv kann Dir gerade das Erlebnis verschaffen, das Dein Interesse vertieft und lebendig macht."

"Im Archiv" - Eindrücke und Erfahrungen des Schriftstellers Sven Lindquist - aus "Grabe wo Du stehst. Handbuch zur Erforschung der eigenen Geschichte" - aus dem schwedischen übersetzt und herausgegeben von M. Dammayer, Verlag Dietz, Bonn 1989, Seite 56.

Archivleiter

Dr. Joachim Heberlein M.A.

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