Damit die Grundschule an der Ammer vergrößert werden kann, mussten auf dem Schulgelände mehrere Bäume weichen. Doch statt nur zur Motorsäge zu greifen, setzte die Stadt Weilheim auf eine nachhaltige Lösung: Sechs Bäume wurden erfolgreich umgepflanzt und konnten so erhalten bleiben. „Der Bauausschuss hat sich für die Rettung dieser Bäume eingesetzt“, erklärt Stadtbaumeisterin Katrin Fischer.
Folglich wurde eine spezialisierte Firma Opitz beauftragt, die Bäume umsiedeln zu lassen – anstatt sie zu fällen. Mit eigens entwickelten Spezialmaschinen ist es dem beauftragten Unternehmen möglich, Bäume mit einem Stammumfang von bis zu 150 Zentimetern und einem Wurzelballen von bis zu 3 Metern Umfang sicher zu verpflanzen.
Bevor die Arbeiten beginnen konnten, wurden sämtliche Bäume auf dem Schulgelände hinsichtlich ihrer Vitalität und Eignung für eine Verpflanzung geprüft. „Insgesamt zwölf Bäume konnten aufgrund ihrer Größe und ihres Zustandes nicht erhalten bleiben und wurden gefällt. Sechs Bäume konnten jedoch – in Abstimmung mit dem Landschaftsarchitekten – direkt auf dem Schulgelände neu eingepflanzt werden.“, berichtet Berna Deniz vom Hochbauamt, die die Erweiterung der Grundschule an der Ammer begleitet. „Gerade der Erhalt der großen Bäume ist für die Schule ein großer Gewinn“, betont Frau Fischer. „Sie spenden Schatten, prägen das Erscheinungsbild des Schulhofs und sorgen für ein angenehmes Klima.“
Mit speziellen Großmaschinen wurden die Bäume samt Wurzelwerk aus dem Boden gehoben, transportiert und an ihrem neuen Standort wieder eingesetzt. Bereits 2024 konnten an der Grundschule am Hardt positive Erfahrungen mit einer solchen Großbaumverpflanzung gesammelt werden. „Aufgrund der guten Ergebnisse damals sind wir sehr froh, dass wir auch an der Grundschule an der Ammer mehrere Bäume vor der Fällung retten konnten“, so Frau Deniz. Neben dem ökologischen Nutzen ist die Entscheidung für die Umpflanzung auch wirtschaftlich sinnvoll: Würde man Bäume vergleichbarer Größe und Wuchsart neu anschaffen, lägen die Kosten laut Stadtwerken höher als die Ausgaben für die Baumverpflanzung.
Die Erweiterung der Grundschule ist für die Stadt ein wichtiger Schritt. „Künftig werden zahlreiche Schülerinnen und Schüler von den neuen Räumlichkeiten profitieren – und damit letztlich die gesamte Stadt“, betont Markus Loth, Erster Bürgermeister.
