Theaterstück von Alessandro Baricco, übersetzt von Erika Cristiani.
Ein Ozeandampfer, die goldenen Zwanziger: Wir befinden uns auf der "Virginian", einer schwimmenden Welt zwischen Europa und Amerika. Dort erzählt Trompeter Tim Tooney die Legende seines Freundes Danny Boodman T.D. Lemon Novecento.
Novecento wurde als Säugling auf dem Schiff gefunden. Seinen Namen gab man ihm aufgrund des Jahres seiner Entdeckung: 1900. Er hat das Schiff sein ganzes Leben lang nicht verlassen. Hätte er ohne "sein" Schiff überleben können? Und: hätte er ohne das Piano überlebt, das tausende von Reisenden auf dem Atlantik unterhalten hat? Denn das Schiff und das Piano wurden zum Universum für Novecento. Wann immer es möglich war, saß er an dem Instrument und eignete sich die Kunst an, es in überirdischer Virtuosität zum Klingen zu bringen. Er wurde berühmt und er lieferte sich Tastatur-Duelle mit anderen Pianisten. Das Publikum liebte ihn dafür.
Warum verließ er nie das Schiff? Dieses Rätsel muss sein Freund, der Trompeter Tim Tooney, lösen. Er wird es Ihnen ebenso virtuos erzählen.
Es ist es wert, sich an einem lauen Sommerabend in die Tiefe des Bühnenraumes ziehen zu lassen. Beinahe so, als wäre man selbst am Ort des Geschehens - auf See, an Deck, im Körper eines großen Dampfers. Und mittendrin das Piano mit seinen 88 Tasten und unendlich vielen Klängen. Ganz anders als im Kino.
Sie sehen David Tobias Schneider als Tim Tooney - Am Piano: Margit Sonnauer
Inszenierung: Heiko Dietz.
Ein Gastspiel des Theater ...UND SO FORT, München.
