neun Personen mit Schutzhelmen und  zum Teil mit Schaufeln vor einem Kiesberg, zwei davon auf einem Hebekran. 1. Bürgermeister Markus Loth und Stadtwerke-Vorstand Peter Müller (auf dem Hebekran) sowie (vorne von rechts) 3. Bürgermeister Alfred Honisch, Stadtrat Horst Martin und 2. Bürgermeisterin Angelika Flock zusammen mit Vertretern der Planern und ausführenden Firmen. (Foto: Stadtwerke Weilheim)

Nachdem Mitte April mit dem Bau begonnen wurde, fand am 5. Mai 2023 der offizielle Spatenstich das Parkhaus und die Energiezentrale an der Krumpperstraße im Zentrum von Weilheim statt. Die Stadtwerke Weilheim i.OB sind Grundstückseigentümer, Bauherr und nach der Fertigstellung Vermieter der Garagen für die Feuerwehr und das Rote Kreuz sowie Betreiber des Parkhauses mit Energiezentrale fürs künftige Nahwärmenetz Weilheim-Mitte.

Zum offiziellen ersten Spatenstich geladen waren der Erste Bürgermeister Weilheims, Markus Loth, Verwaltungsräte der Stadtwerke, Planer, Mitarbeiter der Planungsbüros, Bauleiter und Mitarbeiter der Baufirmen sowie Stadtwerke-Mitarbeiter.

Eckdaten zum Bauvorhaben

Bei strahlender Sonne erläuterte Stadtwerke Chef Peter Müller kurz die Gründe der langen Entstehungsgeschichte des neuen Parkhauses: „Schon vor Abriss des alten Stadtwerkegebäudes und Altlastensanierung des einstigen Gaswerks auf Stadtwerkegrund - gab es 2013 erste Überlegungen zur Nachnutzung des Grundstücks Krumpperstraße 21“, erinnerte er.

Nach dem Umzug 2015 in die Stadtwerkestraße 1 und dem Abriss der alten Stadtwerkegebäude war die Altlastensanierung des einstigen Gaswerkes im Juli 2017 beendet. Das Gutachten vom März 2017 zum Gesamtparkraumkonzept der Stadt Weilheim bestätigte den Stellplatzbedarf, daher wurde im April 2018 ein entsprechender städtebaulicher Vertrag geschlossen.

Vielerlei Interessen waren unter einen Hut zu bringen: die der Feuerwehr, der umliegenden Parkplatzsuchenden, der Kommune, der Wärmeinteressenten und noch ein bisschen die der Stadtwerke.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gab es eine schier endlose Reihe von Änderungen und Verzögerungen. „Während zu Beginn der Planungen das Parkhaus im Vordergrund stand, ist es jetzt die Energiezentrale. So haben sich die Schwerpunkte im Gebäude selbst geändert“, informierte Peter Müller.

„Nach fast viereinhalb Jahren der Planungsänderungen erfolgte die Baugenehmigung im Oktober 2022, der jetzige Baustart mit Spatenstich also geschlagene fünf Jahre nach dem städtebaulichen Vertrag“. Von den drei Bauteilen "LKW-Einstellplätze", "Parkhaus" und "Energiezentrale" soll letztere schon zur Heizsaison 2023/2024 provisorisch in Betrieb gehen. „Ein sportlicher Zeitraum, aber machbar“, so der Stadtwerke Chef. Der Rest wird bis Mitte 2024 fertiggestellt.

Die Energiezentrale soll den Fernwärmenetzbereich Weilheim-Mitte mit Wärme beliefern und Strom erzeugen. Mit den geplanten vier weiteren Energiezentralen soll in Weilheim die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung flächendeckend in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ausgebaut werden. Schon heute deckt Fernwärme bundesweit rund 14 Prozent des Heizenergiebedarfs, im Stadtgebiet Weiheim jedoch nur 1 Prozent, da ist noch gut Luft nach oben.

Der Stadtwerke-Chef wünschte allzeit unfallfreie Baumaßnahmen, eine problemlose Betriebsaufnahme, einen erfolgreichen Betrieb und übergab das Wort an Weilheims Bürgermeister Markus Loth.

Bauprojekt Parkhaus und Historie

Ergänzend gab Weilheims 1. Bürgermeister Markus Loth einen interessanten historischen Einblick: „1885 war Gründung der Wasserversorgung in der Stadt Weilheim, sie ist Vorläufer und Ursprung der Stadtwerke, die heute 138 Jahre alt sind. 1899 kaufte die Stadt das 1864 gegründete Gaswerk Weilheim von Privat. Stadtgas wurde hier durch Entgasen von Kohle unter Luftabschluss erzeugt“, so Markus Loth.

Das Gaswerk war schon vor dem 2. Weltkrieg desolat, wie es auch ein archivierter Bericht vom 20.09.1937 belegt. Wegen der politischen bzw. Kriegsverhältnisse wurde es nicht mehr saniert. Die Stadtgaserzeugung im Gaswerk hier an dieser Stelle wurde 1954 komplett eingestellt, Weilheim ans Ferngasnetz angeschlossen. Die stillgelegten Anlagen wurden jedoch 1954 beileibe nicht fachgerecht beseitigt, sondern lediglich hübsch „zugedeckt“.

Bei einer Kontrolle 2003 fand sich dann auch „ein Teerölschaden größeren Ausmaßes“, der sich auf das Grundwasser auszudehnen drohte. Das Landratsamt verordnete eine großflächige Altlastensanierung. 2004 gab es eine Sanierungsuntersuchung, 2005 wurde eine erste Teilfläche im südlichen Grundstücksteil saniert. Die Sanierungsbescheid lautete jedoch, bis 2013 alle Altlasten zu beseitigen.

Wesentliche Teile der Altlasten befanden sich unter den Gebäuden. Um diese abbrechen und die darunterliegenden Altlasten beseitigen zu können, musste zunächst ein Ausweichstandort für die Stadtwerke gefunden werden. Es war und ist das Deutenhausener Feld. Mit Bezug der Stadtwerkestraße 1 war der Weg frei für die Sanierung der Altlasten, die von 2016 bis 2017 erfolgte.

Nach der geschilderten Planungsphase war das Grundstück selbst zunächst Fahrzeugabstellplatz. Jetzt laufen die Bauarbeiten für das Parkhaus mit LKW-Einstellhalle und Energiezentrale. Die Energiezentrale soll mit Beginn der Heizsaison 2023/24 schon provisorisch in Betrieb gehen, das Gesamtobjekt Mitte 2024 fertiggestellt sein. „Hoffen wir, dass alle Arbeiten unfallfrei von statten gehen und das Gesamtobjekt tatsächlich Mitte 2024 in Betrieb gehen kann“, bekräftigte Markus Loth.

Auch Vertreter der Planer und Baumeisterarbeiten wünschten ein erfolgreiches Gelingen des Bauvorhabens Parkhaus Krumpperstraße mit Energiezentrale.

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