Mit dem Abschluss des 5. Klimafrühlings Oberland am vergangenen Wochenende zieht die Stadt Weilheim eine überaus positive Bilanz. Unter dem diesjährigen Motto „Einfach machen!“ beteiligte sich die Stadt mit einem vielfältigen Programm, das von praktischen Workshops zur Energiewende bis hin zu kulturellen Gemeinschaftserlebnissen reichte. In den vergangenen drei Wochen wurde deutlich: Klimaschutz in Weilheim ist kein theoretisches Konzept, sondern gelebter Alltag.

In Weilheim bot unter anderem die Volkshochschule im Zuge des Klimafrühlings gleich mehrere Veranstaltungen an. Zum Beispiel konnten sich die Weilheimer beim Infoabend zur kommunalen Wärmeplanung über die aktuellen Möglichkeiten einer nachhaltigen Heizung in ihrem Gebäude informieren. Bei Kochveranstaltungen wie „Tofu genießen und Fine Dining aus heimischen Gewässern“ konnte man selbst erfahren, wie gut Gerichte aus lokalen und klimafreundlichen Produkten schmecken.

Die Agenda 21 organisierte zwei Exkursionen zum neuen Geothermiestandort in Geretsried und diskutierte mit den Teilnehmern, ob und wie diese Form der Energiegewinnung auch für Weilheim relevant werden kann. Auch in der Bücherei gab es zum Klimafrühling wieder viel zu entdecken. Das Angebot reichte von einer Ausstellung über einen Mal-und Bastelwettbewerb bis hin zur Samenverleihbörse. Weitere Veranstaltungen in Weilheim waren das Repaircafe im Mütter- und Familienzentrum, eine verkehrspolitische Radtour, ein Impulsvortrag zur Stärkung von Handlungskompetenz in der Klimakrise sowie ein Samentaler-Workshop am Stadtmuseum.

Highlight des Klimafrühlings in Weilheim war das Zukunftsfest. Bei schönstem Wetter strömten die Weilheimerinnen und Weilheimer in die Innenstadt und staunten, informierten sich und legten selbst Hand an, zum Beispiel beim Energiefahrrad oder beim Nistkasten bauen. Experten informierten über den Einsatz von Balkonkraftwerken, über moderne Speichersysteme, Gründächer und naturnahes Gärtnern. Ein besonderes Zeichen für Inklusion setzte das Netzwerk „Beratung von Menschen mit Behinderung“, das eindrucksvoll aufzeigte, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen.

Auch das Thema nachhaltiger Konsum wurde an verschiedenen Ständen und in Ausstellungen wie „Wert und Schatz“ im Stadtmuseum oder „Konsum mit Köfpchen“ in der Stadtpfarrkirche erläutert. Die Grüne Oase am Kirchplatz bildete dabei den zentralen Anlaufpunkt zum Verweilen im „Grünen“ und wird noch bis Ende der Sommerferien am Kirchplatz stehen. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Weilheim eine so engagierte Stadtgemeinschaft haben. Sie ist das Rückgrat für einen wirksamen Klimaschutz in Weilheim“, resümiert der neue Bürgermeister Tillman Wahlefeld.

„Die Resonanz auf die über 170 Veranstaltungen im gesamten Oberland und speziell hier in Weilheim zeigt, dass die Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, so die Mitarbeiterinnen des Klimaschutzmanagements der Stadt Weilheim. Der Klimafrühling 2026 hat nicht nur informiert, sondern vernetzt: Neue Kooperationen zwischen Stadtverwaltung, Initiativen und Bürgern sind entstanden, um die gesteckten Klimaziele der Stadt konsequent weiterzuverfolgen.